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- Candida Albicans
Freund oder Feind? Was ist ein Candida Albicans wirklich?
- Kapselfibrose
Was ist die Kapsel und was ist eine Kapselfibrose? Wie häufig kommt sie vor und was haben Implantat-Texturierungen damit zu tun. Bei der Kapselfibrose (KF) - englisch capsular contracture - handelt es sich um die Ausbildung einer harten bindegewebsartigen, ggf. schmerzhaften Kapsel. In der Literatur wird von einer Häufigkeit von 17 % gesprochen. Grundsätzlich entsteht um jeden Fremdkörper eine Kapsel aus Narbengewebe und es ist ein natürlicher Immun-Prozess. Dies geschieht, weil das Immunsystem um den Fremdkörper, also das Implantat, eine Schutzhülle bildet. Er will den Körper vor dem Eindringling schützen und versucht, ihn abzubauen und zu zerstören. In den "meisten" Fällen bereitet dies keine lokalen Probleme, da die Kapsel elastisch bleibt. Kommt es allerdings zu einer Verhärtung der Kapsel, wird von der Kapselfibrose gesprochen. Da die Kapselfibrose recht oft vorkommt, wird diese in Aufklärungsgesprächen von Plastischen Chirurgen meist frei heraus als Risiko genannt. Dennoch ist vielen Frauen nicht klar, zu welch großen Problemen und Schmerzen diese führen kann. Ursachen: Durch welche Prozesse genau eine Kapselfibrose ausgelöst wird, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Allerdings gibt es mehrere Risikofaktoren, die mit dem Entstehen einer Kapselfibrose in Zusammenhang gebracht werden. Zwischen dem Implantat und der Kapsel kann es zur Besiedelung mit dem Hautkeim (Staphylococcuss epid.) kommen, der bei der Implantation trotz steriler Vorkehrungen eingebracht werden kann und den sog. Biofilm bildet. Die Besiedelung mit dem Staphylococcus wird u.a. als Auslöser für die KF gesehen, aber auch Implantattyp, genetische Neigung oder z.B. Hämatome, die bei der Implantation entstehen können. Neueren Studien zufolge spielt auch die Oberflächenstruktur der Implantate eine wesentliche Rolle. Sollte Ihr Implantat reißen oder durch Silicone bleeding stärker Silikon in die Hülle austreten, begünstigt auch das eine Kapselfibrose. (Bitte lesen Sie hierzu unseren Blog zum Thema "Silicone Bleeding") Auch eine Autoimmunstörung des Bindegewebes kann in seltenen Fällen eine Fremdkörperreaktion auslösen. Ein weiterer Risikofaktor sind Blutergüsse in der Wundhöhle, aus denen sich Narbengewebe bilden kann. Zur Vermeidung größerer Blutergüsse werden nach der OP in der Regel Drainagen gelegt. Besonders hoch ist das Kapselfibrose-Risiko bei Brustkrebspatientinnen, die sich einer Bestrahlung unterzogen haben. Aus diesem Grund gilt hier die Verwendung von Eigengewebe als bevorzugte Methode für eine Brustrekonstruktion. Auch bei Frauen mit Folge-Operationen (Implantattausch) erhöht sich offenbar das Risiko einer Kapselfibrose. Inwieweit auch die Entwicklung des Krebses BIA-ALCL im Zusammenhang mit der Kapselfibrose steht, kann derzeit nicht gesagt werden. Immerhin gibt es auch eine gute Nachricht, falls Sie das für Ihre Schmerzen etwas tröstet: Je dicker die Kapseln, um so weniger der Silikonpartikel können durch die Kapseln in den Körper diffundieren. Die operative Entfernung einer verhärteten Kapsel stellt sich einfacher dar, als die Entfernung einer dünnen zarten Kapsel. Schweregrade nach Baker: Die Kapselfibrose wird in mehrere Schweregrade unterteilt, die sogenannten Baker-Stufen. Anhand dieser Klassifizierung kann der behandelnde Arzt einschätzen, wie stark die Kapselfibrose bereits fortgeschritten ist. 1 = Normalzustand 2 = minimale Kapselfibrose 3 = starke Kapselfibrose mit beginnender Kapselkontraktur (Therapie erforderlich) 4 = ausgeprägte Kapselfibrose (operativer Eingriff erforderlich) Ab Baker Grad 3 beteiligt sich die Krankenkasse in der Regel an den Kosten für die Explantation. Baker 1: Diese Stufe bezeichnet den Normalzustand nach einer Brustvergrößerung. Die Brust weist keine sicht- oder tastbaren Anzeichen einer Kapselfibrose auf, ist jedoch beim Abtasten leicht verhärtet. Diese Stufe ist in der Regel schmerzfrei. Baker 2: Bei dieser Stufe liegt eine minimale Kapselfibrose vor. Die Veränderung ist als Verhärtung oder Verfestigung tastbar. Die Brust spannt und kann leichte Schmerzen verursachen. Baker 3: Hier liegt bereits eine starke Kapselfibrose mit beginnender Kapselkontraktur vor. Das bedeutet, dass sich das Implantat bereits sichtbar zusammenzieht. Die Verhärtung ist deutlich tastbar. In diesem Stadium können bereits relativ starke Schmerzen auftreten. Dies ist allerdings nicht bei allen Patientinnen der Fall. Bei einer Kapselfibrose der Stufe 3, die schmerzhaft die Brust verformt und verhärtet, sollte bereits chirurgisch eingegriffen werden. Die Gefahr einer Implantat-Ruptur steigt. Baker 4: Bei dieser Stufe liegt eine ausgeprägte Kapselfibrose vor. Die Symptome entsprechen denen der Stufe 3, jedoch leidet die Patientin zusätzlich unter andauernden Schmerzen. Die Brust schmerzt in der Regel bereits bei leichter Berührung. Die Kapsel ist stark verhärtet und zusammengezogen, es liegt eine ausgeprägte Deformierung von Brust und Implantaten vor. Schreitet eine Kapselfibrose der Stufe 4 weiter fort, besteht durch den hohen Kapseldruck definitiv die Gefahr einer Implantatruptur. In diesem Stadium ist ein operativer Eingriff in der Regel zwingend erforderlich. Das Brustimplantat sollte u.E. immer mitsamt der Kapsel, also en bloc bzw. totaler Kapsulektomie entfernt werden. Dr. Eduardo Fleury sagt allerdings das die Baker-Einteilung in Anbetracht der Umstände inadäquat ist. Therapie: Implantat Entfernung en bloc Früher (und leider gibt es das vereinzelt noch immer) wurde von Ärzten die KF in einigen Fällen durch manuelle Krafteinwirkung von außen gebrochen (Kapselsprengung), ein Vorgang von dem wir dringend abraten! *Anmerkung unseres Teams: wir halten in allen Fällen die Entfernung des sämtlichen Kapselgewebes für notwendig, um die besten Heilungschancen zu erzielen. Selbstverständlich gibt es medizinische Gegebenheiten, wie z.B. bei Patientinnen, die Implantate nach einer Mastektomie tragen und bei denen die Kapsel manchmal direkt unter der Haut liegt, weil kein eigenes Brustgewebe mehr vorhanden ist. Hier könnte es bei totaler Kapselentfernung zu nekrotischer Reaktion, also zum Absterben des Hautmantels kommen. Selbstverständlich muss dies immer von einem erfahrenen Operateur eingeschätzt und beurteilt werden. Nützliches: Fragen für das Beratungsgespräch Zusatzvertrag zum OP-Vertrag Fahrplan bis zur Explantation © Birgit Schäfers
- Implantate
Können alle Silikonimplantate Breast Implant Illness & BIA-ALCL auslösen? Welche Implantate gibt es & welche Rolle spielt die Lage bei der Explantation? Es gibt verschiedene Formen, Texturierungen & Füllungen von Implantaten. Können alle Brustimplantate Erkrankungen auslösen? Die Ärzteschaft und die Plastischen Chirurgen-Vereinigungen berufen sich gerne auf eine zu geringe Studienlage, was die Schädlichkeit von Implantaten angeht. Fakt ist, dass sich bereits vor Jahrzehnten Frauen zu Wort gemeldet haben, die über exakt die gleichen Gesundheitsprobleme geklagt haben, wie heute! Wir waren nicht so vernetzt wie heute und konnten uns nicht austauschen; Frauen, die über Probleme klagten, wurden aus Studien entfernt.... Vielleicht mag sich jede Leserin selbst einen Reim darauf machen. Fakt ist, wir sind weltweit viele erkrankte Frauen und Fakt ist, es gibt Studien. Ein paar dieser Studientexte haben wir auf unserer Webseite eingestellt und führen bei Facebook eine Gruppe, in der wir ausschließlich Studien und Publikationen rund um BII & BIA-ALCL veröffentlichen. Letztlich sind in den weltweiten Foren zum Thema Brustimplantaterkrankungen, Implantate aller Hersteller und jeder Art vertreten! Frauen sind erkrankt - egal welche Form oder Beschaffenheit die Implantate haben, ob die Implantate intakt oder rupturiert sind. Bei texturierten Implantaten kommt das Risiko BIA-ALCL (s. Blog) hinzu. Aber welche Implantate gibt es denn nun? Formen: rund & anatomisch Grundsätzlich unterscheiden die Hersteller in zwei Formen: rund und anatomisch. Innerhalb dieser zwei Gruppierungen gibt es noch die Projektion. Die Projektion zeigt eine niedrige bis hohe Wölbung. Diese Varianten sind rein optischer Natur, sie helfen, die gewünschte Optik und Größe zu erreichen. Sie haben keinerlei gesundheitliche Vor- oder Nachteile und sind weder für BII noch für BIA-ALCL relevant. Auch spielt es überhaupt keine Rolle, ob Frauen von A auf D vergrößern oder sonstige Konstellationen. Aus der Form resultierten aber andere Probleme. So sind anatomisch geformte Implantate eher verrutscht oder haben sich verdreht. Sie erfordern somit mehr chirurgisches Können und Wissen als runde Implantate und haben die Hersteller zu einer "Lösung" gezwungen. So kam der Fokus u.a. auf die unterschiedlichen Texturierungen. Im Jahr 2013 wurde das anatomisch geformte Implantat Natrelle 410 zugelassen. Durch diese Zulassung hat sich das Einsetzen von texturierten Implantaten von 2013 bis 2016 verfünffacht und somit auch das Risiko, an BIA-ALCL zu erkranken. Füllungen: Brustimplantate gibt es in drei Varianten. Die "klassischen" kohäsiven Silikonimplantate aus der sogenannten Gummibärchen-Konsistenz, die als auslaufsicher angepriesen werden. Wie man auf dem linken Foto erkennen kann, kann sich die Konsistenz eines Gummibärchens leider durch Einwirkungen in unserem Körper, wie Temperatur und durch chemische Prozesse, in eine zähe klebrige Masse verwandeln. Läuft dieses Implantat aus, verklebt es mit dem umliegenden Gewebe und ist nicht mehr 100% aus dem Körper zu entfernen. Kohäsive Silikonimplantate hielten in Europa großen Einzug, da sie formstabiler waren als Kochsalzimplantate. Sowohl bei Kohäsiv-Implantaten als auch bei kochsalzgefüllten, ist die Hülle aus Silikon. Darüber hinaus gibt es Hüllen mit Polyurethan (PU) Beschichtung. Diese Beschichtung ist, wie man auf dem 3-er Bild sieht, löchrig und ähnelt einem Schwamm. Die Implantate können besser einwachsen und sollten sich deshalb weniger drehen oder verschieben. Der Stoff PU ist uns vor allem aus der Bettenindustrie bekannt. Fakt ist, dass sich die Explantation dieser BU-beschichteten Implantate nach Aussagen von Chirurgen als deutlich schwieriger erweist. Kochsalzimplantate (Saline) erlangten vor allem in den USA große Popularität, als die gesundheitlichen Risiken von Silikonimplantaten stärker bekannt wurden. Ihre Hülle ist dennoch aus Silikon, wenn auch dünner. Die vermeintlich ungefährliche Kochsalzlösung hat allerdings bei Explantationen Schimmelbefall gezeigt. Frauen mit Saline Implantaten sind in den Foren gleichermaßen von Breast Implant Illness betroffen wie Frauen mit Kohäsiv-Implantaten. Texturierungen: mikro-, makro-, glatt-texturiert Der aktuelle Wissenstand der Forschung ist, dass mikro- & makro-texturierte Implantate für die Entstehung von BIA-ALCL verantwortlich sind. Allergan liegt bei den diagnostizierten Fällen mit Abstand vorn, insbesondere die Biocell-Implantate (sie machen einen Anteil von 91 % der diagnostizierten Fälle aus, so die Angaben im internationalen Kongress in Rom im Oktober 2021). Auch Polyurethan-beschichtete Implantate sind häufiger betroffen. Breast Implant Illness tritt gleichermaßen oft auf, wenn auch es einen Unterschied in der Häufigkeit von Kapselfibrosen gibt. Die unterschiedliche Haptik sollte Kapselfibrosen und Dislokalisation, die bei ca. 30% der glattwandigen Implantate auftreten können, vorbeugen. In Deutschland tragen nur 2 % aller Implantatträgerinnen glattwandige Implantate, d.h. 98 % tragen texturierte Implantate und damit das Risiko, an BIA-ALCL zu erkranken. In Europa tragen 90 % aller Implantatträgerinnen, texturierte Implantate. BIA-ALCL sei so selten, dass oft nur dann ein CD30-Test/ALK gemacht wird, wenn etwas auffällig ist. Wir empfehlen hingegen bei jeder Explantation von texturierten Implantaten einen Test auf diese spezifischen ALCL-Krebsmarker zu machen. (Bitte lesen Sie hierzu unseren Blog zum Thema BIA-ALCL) Brustimplantatlagen: Brustimplantate werden in 3 verschieden Lagen implantiert. Über dem Brustmuskel (ÜBM) - Subglandulär, unter dem Brustmuskel (UBM) - Submuskulär und teilweise über dem Brustmuskel (t.u.B.M.) - Subpektoral. Die En-Bloc Explantation unter dem Brustmuskel ist nach Aussagen der uns bekannten Plastischen Chirurgen wesentlich schwieriger und aufwendiger als eine Entfernung der Implantate über dem Muskel. Bitte bedenken Sie, dass sich in jeder Lage eine Kapsel bildet und dass vorangegangene Implantatwechsel mit Lagenwechsel eine OP erschweren und Sie mit ihrem Explanteur die Lagewechsel besprechen und ggf. beim Tausch verbliebene Kapseln unbedingt mit entfernt werden. Im Sommer 2022 veröffentlicht "The Guardian" die Ankündigung einer neuen Generation von Brustimplantaten: Selbst nachwachsende Implantate. Den vollständigen Artikel finden Sie hier. Wir raten zur dringenden Vorsicht. Wie bei allen Implantaten, wird die neueste Generation grundsätzlich als sicher und noch hochwertiger "angepriesen". Jahre später stellt sich heraus, welch z.T. verheerenden Folgen unsere Gesundheit davonträgt. Beispiele vom Implantatausweis: Nützliches: Cemische Zusammensetzung Brustimplantate Liste zurckgerufener Implantate © Véronique Schreiter
- Statistik von Brust-OPs
Wie häufig wird eine Brustoperation mit Implantaten eigentlich durchgeführt & wie häufig entstehen gesundheitliche Folgen? Implantate, das machen doch nur Frauen in der Erotikbranche oder Frauen, die große Brüste haben wollen! Nein! Tatsächlich ist es so, dass eine Implantation sehr viel Geld kostet (zwischen 6.000€-15.000€), dies hat zur Folge, dass viele Frauen oder Transgender so stark leiden, dass sie extra Kredite aufnehmen. Frauen aus ganz unterschiedlichen sozialen Schichten, Gehaltsklassen und mit unterschiedlichen Beweggründen entscheiden sich für Brustimplantate. Nicht zuletzt darf man all die Frauen nicht vergessen, die zum Brustaufbau, nach Mastektomie (Brustamputation) Implantate eingesetzt bekommen! Egal, aus welchem Grund Frauen diese Entscheidung gefällt haben, niemand sollte an einem medizinisch zugelassenen Produkt aufgrund unzureichender Aufklärung erkranken! Die meisten Frauen, die sich operieren lassen, sind Mütter, gefolgt von Frauen mit Ausgangslage Körbchengröße AA & A, dann Frauen die nach Brustkrebs Implantate zum Wiederaufbau empfohlen bekommen und zuletzt, Frauen, die Asymmetrien ausgleichen möchten. Erst dann folgen die Frauen, die sich ein gefüllteres Dekolleté wünschen, nicht zuletzt, weil es Medien gerne propagieren. Die meistgefragte Größe ist ein C Körbchen, gefolgt vom D Körbchen. Größen, die darüber hinaus gehen, sind in Deutschland kaum vertreten und wenn, dann nicht als 1. OP, sondern dadurch, dass Frauen in Folgeoperationen immer größere Implantate wünschen. Die Sucht nach Optimierung ist nicht zu unterschätzen und die Selbstwahrnehmung von Frauen ist ohnehin oft gestört. Viele Frauen in unserer Gruppe habe nach der Explantation nicht mehr nachvollziehen können, was sie an der Optik von Silikonimplantaten schön fanden. Was nicht ganz ungewöhnlich ist, schaut man sich das Alter an. Der Großteil der Frauen um die 40 hat ein ganz anderes Selbstbild von sich als noch mit 20/25, die Priorität der Optik verändert sich. Was auch besonders häufig positiv genannt wird von den Frauen und Partnern, ist das Zurückerlangen des warmen, weichen Gefühls der natürlichen Brust. Die Plastische Chirurgie ist grundsätzlich noch sehr jung, ca. 100 Jahre. Deutschland lag im weltweiten Vergleich auf Platz 9, 2024 auf Platz 5 - gemessen an der Häufigkeit von Brustoperationen. Spitzenreiterin sind Frauen unter 30 Jahren. Länder wie die USA sind sowohl in der Diagnostik als auch hinsichtlich der Zulassungsvoraussetzungen bereits weiter. Immer mehr Plastische Chirurgen dort implantieren nicht mehr, sondern spezialisieren sich auf die En-bloc-Entnahme bzw. die totale Kapsulektomie. Weltweit lassen sich laut ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery) 1,5 Millionen Frauen die Brust vergrößern. Hunderttausende erkranken durch Brustimplantate, die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein! Da diese schwer zu beziffern ist. werden Zahlen zwischen 2 und 25 % genannt. Der Trend in den USA geht inzwischen zurück, Frauen wollen natürlicher sein, Body - Positivity ist das Stichwort und gesunde Lebensweisen rücken immer stärker in den Vordergrund. Die neuesten Statistiken zeigen, dass die Zahl der Implantationen im Vergleich zum Jahr 2019 in den USA um 33% zurückgegangen ist. In Deutschland ist der Trend zur Brustvergrößerung ansteigend. Statistisch stellt die Vergrößerung des weiblichen Busens die häufigste Schönheitsoperation in Deutschland dar. Viele Frauen sprechen nicht darüber. Es könnte also auch Ihre Frau, Ihre Schwester, Ihre Tochter.... sein. Und letztlich kann jede Frau die Diagnose Brustkrebs treffen!!! Erst nach der Brustvergrößerung als Nummer 1 aller Schönheits-OPs, wurden 2011 deutschlandweit ca. 33.000 Fettabsaugungen, ca. 25.000 Lidkorrekturen, 14.000 Nasenoperationen und ca. 13.00 Bruststraffungen, durchgeführt. Als interessantes Beispiel wurden im Vergleich zu 37.000 Brustvergrößerungen im Jahr 2011 in Deutschland, nur ca. 12.000 Verkleinerungsoperationen der weiblichen Brust durchgeführt. 2008 hat das Magazin „Neon“ eine Umfrage bei 1.000 Frauen durchgeführt und nachgefragt, was genau sie gerne an ihrem Körper verändern lassen würden. Hierbei würden 42% der befragten Frauen gerne einen größeren Busen haben wollen. Bei Befragung von Frauen war für 63% bei einer Schönheitsoperation am Busen die Erfahrung des Brustchirurgen definitiv das wichtigste Kriterium. Für 16% der Frauen war die Art des Brustimplantates am wichtigsten. Für 12% der Befragten waren die Kosten und der Preis einer Brustvergrößerung am wichtigsten. Für nur 8% der Frauen war der Bekanntheitsgrad der Klinik wichtig. Kein einziges Mal wurden Risiken genannt. Bildrechte der Timeline: medidate.de Statistik zu BIA-ALCL: Weltweit sind die Diagnose-Zahlen zu BIA-ALCL noch gering, wobei diese Krebserkrankung, die durch texturierte Implantate ausgelöst wird, völlig unterdiagnostiziert ist, da nicht ausreichend getestet wird und auch nicht ausreichend Erfahrungen darüber vorhanden sind. Hier hinkt Deutschland weit hinterher. Weltweit wurden allein im Jahr 2020 (durch mehr Diagnostik und Augenmerk auf diesen Krebs) 700 neue Fälle gemeldet. Weit mehr als in allen Jahren zuvor - publiziert wurde hierzu erstmals 2008! In Deutschland tragen nur 2 % aller Implantatträgerinnen glattwandige Implantate, d.h. 98 % tragen texturierte Implantate und damit das Risiko, an BIA-ALCL zu erkranken. In Europa beträgt der Anteil an texturierten Implantaten 90 %. Allergan liegt bei den diagnostizierten Fällen mit Abstand vorn, insbesondere Biocell-Implantate (sie machen nach neuesten Angaben im 3. Internationalen Kongress in 10/2021 einen Anteil von 91 % der diagnostizierten Fälle aus). Auch Polyurethan-beschichtete Implantate (z.B. Polytech) sind häufiger betroffen. Aber, um kein falsches Bild zu vermitteln: Alle Hersteller sind betroffen! Im Jahr 2013 wurde das anatomisch geformte Implantat Natrelle 410 zugelassen. Durch diese Zulassung hat sich das Einsetzen von texturierten Implantaten von 2013 bis 2016 verfünffacht. Die Diagnose BIA-ALCL wird meist 8-10 Jahren nach Implantation gestellt, und diese Annahme wurde durch eine Studie aus April 2021 im Prinzip bestätigt, in den nächsten 4-5 Jahren könnten die Diagnosezahlen eines BIA-ALCL demnach drastisch ansteigen! Nach grober Hochrechnung tragen 4 Mill. Europäerinnen und 2 Mio. Amerikanerinnen dieses erhöhte Risiko und es werden voraussichtlich 12.000 Frauen in Europa und 6.000 Frauen in den USA in den nächsten Jahren an diesem Krebs erkranken. Es bleibt damit - gemessen an den weltweit eingesetzten Implantaten - eine seltene Erkrankung, aber das Risikoverhältnis, das bislang angegeben wird, wird sich voraussichtlich drastisch verändern. In einigen Ländern sind texturierte Implantate bereits verboten, in Deutschland leider nicht. Bedenken Sie, dass die Krankheit aktuell nur deshalb selten vorkommt, weil sie unterdiagnostiziert ist. Die Empfehlung der FDA ist noch immer, Implantate nicht vorsorglich entfernen zu lassen, auch nicht bei Allergan-Trägerinnen. Unsere Sichtweise ist hier anders. Weitere Informationen zum Thema BIA-ALCL finden Sie im entsprechenden Blog. Nützliches: BIA-ALCL : Breast-implant-associated-anaplastic-large-cell-lymphoma Cemische Zusammensetzung Brustimplantate © Véronique Schreiter
- Entgiften/Detoxen?
Entgiftung, gibt es ein Rezept? Wie und nach welchen Methoden kann man seinen Körper entgiften? Allein oder mit erfahrener Unterstützung?
- Cupping!
Was ist Cupping (Schröpfen) & Trockenbürsten zur Brustbehandlung, wann & wie wird es angewendet nach der Explantation?
- Alternativen?
Brustaufbau ohne Silikon, gibt es überhaupt Alternativen und machen diese Sinn?
- Arztwahl
Was gibt es bei der Arztwahl zu beachten und welche Fragen sollten Sie stellen? Die "richtige" Arztwahl für Ihre Explantation sollte nicht nur von der Sympathie und dem Ruf ihres Arztes als guten Implanteur abhängen. Eine En-bloc Explantation ist ein feinchirurgischer, viel anspruchsvollerer Eingriff als die Implantation und erfordert eine gewisse Erfahrung. Selbstverständlich steht es Ihnen frei, zu einem Arzt Ihrer Wahl zu gehen und wir verstehen, dass Sie sich lieber in die Hände einer Person begeben, die Ihnen als Person sympathisch oder Ihnen bereits bekannt ist. Wir raten jedoch dringend dazu, die Arztwahl für die bevorstehende Explantation sehr gut und sehr speziell auf die Entnahme Technik "En-bloc" zu recherchieren! Die Erfahrungswerte zigtausend Betroffener zeigen, dass es hier gravierende Unterschiede gibt und die Entnahmetechnik den Heilungsweg sehr stark mit beeinflussen kann. Am bis zur Explantation durch Silicone Bleeding und weiterer Silikonmigration bereits verteilten Silikon (das sicher bei einer Ruptur noch viel stärker ist), kann Ihr operierender Arzt leider nichts mehr verändern. Diesem Thema können Sie sich später widmen. Er kann allerdings durch seine Erfahrung bei der Entnahmetechnik sehr wohl beeinflussen, ob Kapselreste entfernt werden, sollte die En-Bloc Entnahme nicht gelingen. Es zeigt sich, dass - je lauter die Stimmen Betroffener werden - plötzlich auf immer mehr Webseiten das Thema Breast Implant Illness aufgegriffen wird. Häufig verharmlosend, u.E. aber auch oft als neues "Marketinginstrument", den Anschein erweckend, es läge in jedem Fall Erfahrung beim Thema Explantation vor. Dies ist sicher bei vielen Operateuren der Fall - die Frage ist lediglich, WIE wird dort explantiert..... Welche Kriterien sollte der Explanteur erfüllen? Er sollte Erfahrungen (idealerweise durch bereits vorhandene detaillierte Aufnahmen von durchgeführten En-bloc-Explantationen belegen. Ihnen ist nicht damit geholfen, einen kürzeren Anfahrtsweg zur OP und Nachsorge zu haben, wenn dann ggf. eine weitere OP nötig wird, weil Teile der Kapseln im Körper belassen werden. Es geht nicht darum, einen Arzt auszuwählen, der Ihnen als guter Implanteur bekannt ist oder empfohlen wird. Für die En-bloc Explantation braucht es erfahrenes mikrochirurgisches Können. Das eigentliche Können bzw. die Erfahrung zeigt sich in der Explantation. Hier findet der Operateur ggf. Bedingungen vor, die vorher nicht bekannt waren, weil sie sich z.B. in bildgebenden Maßnahmen, wie Ultraschall oder MRT, nicht gezeigt haben (Ruptur, Verwachsungen mit Rippen oder Muskeln, hauchdünne Kapseln, Silikon in den Lymphknoten usw.), schlimmstenfalls zeigt sich eine Situation, die völlig neu für ihn ist und deren gesundheitliche Folgen er nicht für Sie abschätzen kann. Er sollte Sie mit Ihren Symptomen/Erkrankungen/Beschwerden ernst nehmen, auch wenn er selbst noch keine Informationen zu BII & BIA-ALCL hat. Sie wissen, wie es Ihnen bisher erging und was Sie möchten und brauchen! Er sollte bereit sein, die Fragen an den Explanteur zu beantworten. Er sollte bereit sein, die in der Zusatzvereinbarung zum Behand-lungsvertrag/Aufklärungsbogen formulierten Bedingungen zu unterzeichnen und diese einzuhalten (z.B. detaillierte Foto-/Videodokumentation, Ziel En-Bloc-Resektion, usw.). Selbst wenn ein Arzt den Vorschlag der Zusatzvereinbarung nicht unterzeichnet, sollte er bereit sein, die Ziele mit Ihnen im Aufklärungsbogen zu vermerken. Er sollte zur Nachsorge zur Verfügung stehen. Die ästhetischen Ergebnisse können aufgrund so vieler Faktoren variieren, wenn Sie gesund werden möchten, sollte eine „saubere“ Explantation oberste Priorität haben. Zur Verdeutlichung, hier die Stellungnahme eines Arztes aus den USA, der auf saubere Eb-bloc-Explantationen spezialisiert ist und inzwischen keine Brustimplantate mehr einsetzt: Dr. Chun: 24.05.2019: "Ich werde meine Erfahrungen teilen, damit andere Chirurgen, die an der BII-Bewegung teilnehmen möchten, davon profitieren können. John F. Kennedy sagte einmal: „Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.“ Fragen sie nicht, was BII-Patienten für sie (und Ihre Finanzen) tun können, fragen sie, was sie für BII-Patienten tun können. Glauben sie an BII! Behandeln sie Ihre Patientinnen nicht so, als wären sie verrückt, und nehmen sie diese nicht nur für ihren finanziellen Gewinn an. Hören sie ebenfalls auf, Brustimplantate einzusetzen, wenn sie wirklich an BII glauben. Verpflichten sie sich, die Gesamtkapselentfernung zu 100% durchzuführen. Sagen sie nicht, dass es nicht wichtig oder notwendig ist, denn es ist so. Wenn sie es noch nicht richtig können, lernen sie, wie man es macht. Wenn sie es nicht lernen wollen oder Angst vor den Komplikationen haben, ist es in Ordnung. Nicht alle Chirurgen sind bei jedem Eingriff kompetent. Das ist keine Schande. Aber, bezeichnen sie nicht die totale Kapselresektion als eine unnötige Operation. Erzählen sie den Patienten keine erfundenen Geschichten darüber, dass es nicht möglich ist und dass sie unter gefährlichen Komplikationen leiden werden. Zeigen sie ihre Ergebnisse. Wenn sie die totale/En-bloc-Kapselresektion wirklich durchführen, lassen sie die ganze Welt sie sehen. Bringen sie ihre Ergebnisse auf ihre Social Media Seiten. Zu oft nutzen Ärzte Social Media Seiten als Marketinginstrument, um ihr Geschäft zu steigern. Verwenden sie es stattdessen als Lehrmittel. Ich begann damit, meine Ergebnisse zu veröffentlichen, um Patienten aufzuklären, dass die totale Kapselresektion 100% sicher durchgeführt werden kann, und um falsche Informationen zu beseitigen, die dieses Thema umhüllen. Wenn sie konsequent nachweisen können, dass sie in der Lage sind, dieses Verfahren korrekt und sicher durchzuführen, werden Patienten sie aufsuchen. Ich habe jeden meiner chirurgischen Ergebnisse auf meinen Social Media Seiten veröffentlicht. Die Patienten wissen genau, was ich in jedem Fall operativ erreiche. Sie machen sich keine Sorgen über Diskrepanzen zwischen dem, was ich ihnen sagen könnte, und dem, was in der Chirurgie tatsächlich erreicht wird. Abschließend möchte ich sagen, dass Sie aufhören sollten, sich um andere Ärzte und deren Reaktionen zu sorgen. Überlegen sie, was ich oben beschrieben habe, wenn sie wirklich daran interessiert sind, Explantationen korrekt durchzuführen. Wenn sie diese Dinge tun, werden ich und alle BII-Patienten sie mit offenen Armen empfangen. Das bedeutet, dass wir einen weiteren Chirurgen und einen Anwalt für die BII-Bewegung gewonnen haben." Dr. H Jae Chun im Mai 2019 Inzwischen gibt es in den USA immer mehr Plastische Chirurgen, die aus Überzeugung nicht mehr implantieren, z.B. Dr. Rankin, Dr. Nicolaidis, Dr. de la Rosa, und einige mehr. Wir haben eine Liste mit Plastischen Chirurgen als medizinische Kontakte für Sie hinterlegt, bei denen unsere Community-Mitglieder gute Erfahrungen mit "sauberen" Explantationen gemacht haben. Diese Liste ist selbstverständlich nicht vollständig, wird aber immer wieder nach Feedback unserer Mitglieder und nach Sichtung von aussagekräftigem Bild- & Videomaterial von uns aktualisiert und ergänzt. Nützliches für Mitglieder: Zusatzvertrag zum OP-Vertrag Fragen für das Beratungsgespräch Fahrplan bis zur Explantation © Birgit Schäfers
- Biofilm!
Was ist ein Biofilm & wie entsteht er? Welche Folgen hat ein Biofilm und kann/soll man etwas gegen den Biofilm tun?
- Was ist ASIA?
ASIA (Autoimmune / Inflammatory Syndrome induced by Adjuvants) durch Hilfsstoffe induziertes Autoimmun- oder Entzündungssyndrom. Wie oft kommt ASIA vor? Welche Symptome können auftreten und was haben Brustimplantate damit zu tun?
- En bloc/Totale Kapsulektomie!?
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen En Bloc, Totaler Kapsulektomie und Kapsulektomie und warum ist bei der Implantatentnahme die Kapselentfernung so wichtig für den weiteren Verlauf Ihrer Genesung? Stellen Sie es sich so vor: Ihr Implantat ist in Ihrem Körper umgeben von eine Haut-/Gewebehülle, so als wäre Ihr Implantat in einem Luftballon. Dieser Luftballon also die Hülle, in der Fachsprache Kapsel genannt, umschließt das Implantat und wird von jedem Körper um einen Fremdkörper gebildet, um diesen abzustoßen. Die Kapsel kann sich verhärten/ zusammenziehen/ verformen (Kapselfibrose), zwischen Kapsel und Implantat sammeln sich Biofilm, Fremdpartikel (s. Blog Silicone Bleeding), es kann sich eine Flüssigkeitsansammlung bilden (Serom) und es können Entzündungen oder Krebs entstehen (s. Blog BIA-ALCL) Eine rechtzeitige und "korrekte" Entfernung Ihrer Brustimplantate und des um das Brustimplantat herum wachsenden Kapselgewebes ist nach Erfahrungswerten in Aufklärungsgruppen und auch nach Meinung verschiedener in der Implantatentfernung erfahrener internationaler Experten ein wichtiger Schritt zur Genesung. Dies ist insbesondere wichtig, wenn sich wie oben schon erwähnt, ein Serom bildet, das in einigen Fällen ein Indikator von BIA-ALCL ist oder wenn eine Implantatruptur (defektes Implantat) vorliegen könnte. Gerade um sicher eine solche Erkrankung ausschließen zu können, sollte das Serom, das ggf. Krebszellen enthält, nicht im Körper auslaufen. Genauso verhält es sich mit evtl. ausgetretenem, also freiem Silikon bei vorliegender Ruptur, das durch die geschlossene Kapsel bei der Entfernung am weiteren Verteilen/Verkleben im Körper gehindert wird. Implantate bitte in jedem Fall aufbewahren für Tests, Gerichtsverfahren, Behandlungsmaßnahmen. Hierfür sollten die Implantate lt. Umweltmediziner zwischen 3 und 8 Grad Celsius in einem luftdichten, neutralen Behälter aufbewahrt werden, wie z.B. Braunglas. Dr. Chun zeigt immer wieder, dass auch die dünnsten Kapseln en bloc entfernt werden können, aber das ist zugegeben eine der Königsdisziplinen der Brustchirurgie. En bloc (Ein Begriff aus der Krebschirurgie) Korrekt bedeutet diese Technik, die Entfernung der Brustimplantate in der geschlossenen/intakten Kapsel mit umliegendem Sicherheitsgewebe. Diese Begrifflichkeit wurde im Laufe der letzten Jahre von explantierenden Chirurgen und Patientenvertreterinnen für die Implantatentfernung übernommen. Insofern wird diese Begrifflichkeit bzw. diese Entfernungstechnik von vielen Plastischen Chirurgen abgelehnt. Insofern ist klarzustellen, dass mit der OP-Technik "en bloc" bei der Implantatentfernung die Entfernung der Implantate in geschlossener/intakter Kapsel ohne weiteres Brustgewebe (Sicherheitsgewebe) gemeint ist. Bei einer erfolgreichen en bloc-Explantation ist die Kapsel komplett geschlossen und unversehrt, weder Serom, Silikon noch der Biofilm sind ausgetreten. Die Kapsel enthält weder Löcher noch Risse. Lediglich bei einem Verdacht bzw. der Diagnose auf den Krebs BIA-ALCL (oder z.B. bei Vorliegen von "verdächtigem" veränderten Gewebe, ist zusätzlich die Entfernung einer umliegenden Sicherheitszone notwendig. Bei der Implantatentfernung en bloc wird die Kapsel fein entlang der Außenhaut aus dem umliegenden Brustgewebe seziert! Dies erfordert viel Zeit, Erfahrung und natürlich die Einsicht, dass kontaminiertes Kaspelgewebe nicht im Körper belassen oder gewünscht wird. Ein u.E. sehr wichtiger Punkt, zu dem man gut recherchieren sollte. Totale Kapsulektomie: Zeigt die Kapsel Risse oder Löcher, bezeichnet es Dr. Chun nicht mehr als En bloc- Resektion, sondern als Totale Kapsulektomie. Die Kapselreste, die im umgebenden Gewebe, oft den Rippenbögen oder Muskeln haften, werden im Nachgang entfernt, so dass kein Kapselgewebe mehr im Körper verbleibt. Dieser Vorgang bezeichnet soz. die "Totale Kapsulektomie". Kapsulektomie: Dabei wird der dorsale Teil (Rückwand - die Seite mit dem Hersteller-Etikett) der Kapsel meist im Körper belassen. Was unseren Erfahrungen nach die Heilung verhindert bzw. verschlechtert. Darüber hinaus kann vermutet werden, dass verbliebenes Kapselgewebe von texturierten Implantaten die Entstehung von BIA-ALCL weiter begünstigt. Dass das Zurücklassen von Kapselgewebe nicht schädigend sei, wird immer wieder von vielen Plastischen Chirurgen argumentiert und gerne auch durch kurze und kleine Studien versucht, zu untermauern. Die Erfahrungen in vielen internationalen Aufklärungsgruppen allerdings, zeigen eine andere Realität. Nicht selten sieht der explantierende Chirurg erst bei der OP, ob eine Ruptur vorliegt. Gelingt die En bloc-Entnahme nicht, sollte u.E. die Totale Kapsulektumie durchgeführt werden, so dass kein Kapselgewebe im Körper verbleibt. Nicht nur bei einer Kapselfibrose. Viele Plastische Chirurgen negieren - wie gesagt - gerne die Notwendigkeit der En Bloc-Resektion bzw. der Entfernung aller Kapselreste. Oft wird das Risiko eines Pneumothorax als Argument verwendet, Kapselreste nicht zu entfernen. Die En bloc-Entnahme ist sehr viel aufwendiger, dauert länger und es bedarf des Könnens eines in dieser Technik erfahrenen Chirurgen. Es muss präzise und fein gearbeitet werden Zitat von Dr. Chun hierzu: "Diese OP ist nicht "gefährlich", sie ist "schwierig", darum sind die Erfahrungswerte des Operateurs so wichtig. Die Aussage, Kapselgewebe würde vom Körper zersetzt und sei nicht schädlich, widerlegt sich durch immer wieder in Folge-OPs gefundenem altem Kapselgewebe, das bei vorangegangenen OPs im Körper belassen wurde. Untersuchungen von Dr. Blais (Kanada) widerlegen diese Aussage ebenso. Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren unserer Aufklärungsarbeit unzählige Histologie-Berichte von untersuchten Kapseln gesehen. Was hier gefunden wird, möchten Sie nicht und sollte nicht mit den Kapseln im Körper verbleiben! En bloc (auch in toto genannt) ist ein erstmals in Frankreich entwickeltes Verfahren zur Entfernung von Brustimplantaten, das eine Kontamination des Körpers durch den Inhalt der Gewebekapsel wie chemische Texturen, Silikon, Silikonpartikel, Silikonchemikalien, Schwermetalle und Mikroorganismen, die in den Kapseln wachsen, verhindert. Die Kapsel sollte erst außerhalb des Körpers geöffnet werden, um das Implantat dann aus der Kapsel zu lösen! Und noch einmal: die Therapie von BIA-ALCL bzw. die Empfehlung zur Prävention, ist die Entfernung des kompletten Kapselgewebes! Viele Frauen in den Selbsthilfegruppen haben das verbliebene Kapselgewebe nachträglich entfernen lassen und erst dann eine Heilung erlebt. Ersparen Sie sich die Folge-OP. Die saubere Entfernung Ihrer Brustimplantate ist u.E. Ihre beste Chance, Ihre Gesundheit wiederherzustellen. Bei Brustkrebspatientinnen ist häufig die komplette Kapselentfernung nicht möglich. Hier besteht meist aufgrund des nur noch dünnen Hautmantels die Gefahr einer Nekrose, als Absterben der Haut. Hierüber und auch über die umfangreichen Risiken von Brustimplantaten werden Brustkrebsbetroffene nur selten im Aufklärungsgespräch vor einer Implantation aufgeklärt. In vielen Fällen tritt eine Reduktion oder das komplette Verschwinden einiger Symptome ein. Einige Symptome können jedoch so lange anhalten und sogar zurückkehren, bis Ihr Körper einen Entgiftungsprozess abgeschlossen hat und eine Chance zur Heilung hatte. Viele Betroffene, die Symptome zeigten und sauber (en bloc bzw. per Totaler Kapsulektomie) explantiert wurden, fühlen sich innerhalb von ein oder zwei Jahren nach der Explantation wieder gesund, andere heilen innerhalb kürzerer Zeit und einige brauchen länger als zwei Jahre. Leider gibt es auch Betroffene, die aufgrund von Brustimplantaten ihre volle Gesundheit oder Lebensqualität nicht wiedererlangen, und leider auch andere, die aufgrund von Brustimplantaten tödliche Krankheiten entwickeln. Für den Fall, dass Ihre Implantate erst ein paar Wochen oder Monate alt sind, ist eine en bloc-Entfernung möglicherweise nicht notwendig bzw. nicht möglich, da sich vielleicht noch keine Kapsel gebildet hat oder noch kein kompletter Verschluss vorliegt. Hier sollte Ihr Arzt eine Totale Kapsulektomie durchführen. Es ist möglich, dass sich Kapselgewebe innerhalb weniger Wochen bildet und hängt von dem jeweiligen Körper ab. Frauen, die nur für kurze Zeit Implantate hatten, haben dies bereits dokumentiert. Ein gut gemeinter Tipp aus jahrelanger, z.T. fassungslos machender Arbeit und über 4.000 Fällen: Bitte stellen Sie per schriftlicher Vereinbarung/Zusatzvereinbarung sicher, dass Ziel Ihrer OP die en bloc-Entnahme sein soll und dass der Explanteur bei Nichtgelingen eine Totale Kapsulektomie durchführt. Darüber hinaus, dass Ihnen die Implantate ausgehändigt werden und vereinbaren Sie eine detaillierte Fotodokumentation/Videodokumentation - d.h. bitte von Vorder- UND Rückseite der entnommenen Kapseln mit inliegenden Implantaten. Wir erleben nicht selten, dass vorherige mündliche Absprachen nicht eingehalten werden, en bloc gar nicht gelungen ist, aber im OP-Bericht dokumentiert wird oder Implantate (Ihr Beweismittel) in den Müll geworfen wurden. Es ist Ihre Gesundheit, Ihr Leid, nicht das der Ärzte. Häufige Frage: Eine En bloc-Entnahme der Implantate mit Kapseln durch lediglich einen Achselschnitt ist nicht möglich! Hier kann der Operateur die Kapsel durch den wesentlich kleineren Schnitt und die Gegebenheiten (Lage des Schnittes) keine unversehrte/en bloc- Heraustrennung der Kapseln durchführen. Bitte hören Sie zu diesem Thema auch unseren Podcast mit Dr. Georgios Kolios "Die Kapseln müssen raus! Warum? Und geht das immer?" Links: Hier in Filmen von Dr. Chun, USA, und Dr. Urzola, Costa Rica, wird deutlich, warum eine en bloc-Entfernung so wichtig ist. Der Artikel von Dr. Blais (Kanada). Nützliches: Zusatzvertrag zum OP-Vertrag/en bloc © Birgit Schäfers











